Neues

Neues2018-05-13T18:26:46+02:00

Vorsicht bei Verkauf Immobilie mit Arbeitszimmer

STEUERPFLICHT VERMEIDEN BEI DEM VERKAUF EINES GEBÄUDES MIT EINEM GEWERBLICHEN ARBEITSZIMMER Aufgrund steigender Immobilienpreise ist eine Veräußerung des Eigenheims aktuell so attraktiv wie nie. Hierbei könnte sich jedoch eine Steuerfalle im Rahmen der Veräußerung eines Gebäudes mit einem gewerblich genutzten Arbeitszimmer für den Veräußerer ergeben. Bei einem Selbstständigen kann aufgrund der folgenden Kriterien eine Zuordnung zum (Sonder-) Betriebsvermögen seitens des Finanzamtes erfolgen, sodass eine Veräußerung zu steuerpflichtigem Gewinn aus dem Unternehmen führen kann, unabhängig von der 10-Jahres-Frist für private Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 EStG, welche zu einer zusätzlichen Besteuerung führen kann. Die Prüfung bezüglich der Zuordnung zum (Sonder-) Betriebsvermögen erfolgt auf der Basis, ob es sich um eigenbetriebliche Grundstücke von untergeordnetem Wert i. S. d. § 8 EStDV handelt. Grundstücke, die nicht als Grundstücke von untergeordnetem Wert eingestuft werden, gehören zwangsläufig zum (Sonder-) Betriebsvermögen. Damit Grundstücke einen untergeordneten Wert aufweisen, dürfen diese Grundstücksteile nicht mehr als 20% des gemeinen Gesamtwerts des Grundstücks und nicht mehr als 20.500 € betragen.

Von |18. April 2019|STEUERGESTALTUNG|

Firmen-PKW: Besser 0,5 % statt 1,0 % versteuern

GESETZLICHE NEUREGELUNG FÜR DEN GELDWERTEN VORTEIL EINES E-DIENSTFAHRZEUGS UND VERGÜNSTIGUNG FÜR DIENSTFAHRZEUGE, DIE BEREITS 2018 ANGESCHAFFT WURDEN Im Gegensatz zur regulären 1%-Methode bei dienstlich überlassenen Fahrzeugen, wird der geldwerte Vorteil bei Elektro-/Hybridfahrzeugen im Rahmen der Neuregelung zum 01.01.2019 nur in Höhe von 0,5% angesetzt (inländischer Bruttolistenpreis wird nur zur Hälfte berücksichtigt). Bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode werden die PKW-Abschreibungen bzw. Leasingraten ebenfalls nur hälftig angesetzt und zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Durch diesen steuerlichen Anreiz möchte der Staat die Nutzung von Elektrofahrzeugen fördern.  Diese Regelung gilt jedoch nur für Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge, die im Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2021 angeschafft, hergestellt oder geleast wurden. In einem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen wurde die Regelung jedoch nun zu Gunsten des Steuerpflichtigen erweitert; dem Steuervorteil unterliegen auch Fahrzeuge, die vor dem 01.01.2019 angeschafft, hergestellt oder geleast wurden, jedoch erst ab dem 01.01.2019 einem Arbeitnehmer erstmalig zur privaten Nutzung überlassen wurden. Beispiel: Ein im Jahr 2018 angeschafftes Elektrofahrzeug der X-GmbH wird den Arbeitnehmern zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt; im Fall 1 wird das Fahrzeug erstmals ab dem 01.01.2019 einem Arbeitnehmer überlassen: Die Neuregelung greift und der geldwerte Vorteil muss beim Arbeitnehmer nur hälftig berücksichtigt werden. Fall 2: Das Dienstfahrzeug wurde bereits einem [...]

Von |4. April 2019|STEUERGESTALTUNG|

Immobilienvermietung optimiert

WEITERE ANWENDUNG DER KLEINUNTERNEHMERREGELUNG UND STEUERN SPAREN DURCH IMMOBILIENVERÄUSSERUNGEN UNTER EHEGATTEN Im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen läuft der bisherige Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG auf die Gefahr, dass aufgrund des zusätzlichen Umsatzes eine bisherige Kleinunternehmerregelung aufgehoben wird. Da der Umsatz des gesamten Unternehmers und nicht der einzelnen Firma maßgeblich für die Anwendung des §19 UStG ist, wird die Umsatzgrenze in Höhe von 17.500 €/Jahr schnell überstiegen. Zur Verdeutlichung dient folgendes Beispiel: Der bis dato angestellte Architekt Hans Müller vermietet eine Ferienwohnung, der Jahresumsatz beträgt 10.000 € (Gebäude ist bereits voll abgeschrieben und seit über 10 Jahren im Eigentum von Herrn Müller). Da es sich bei dieser Art von Vermietung um eine kurzfristige Beherbergung von Fremden handelt, ist diese Leistung umsatzsteuerpflichtig. Damit Hans Müller keine Umsatzsteuer auf seinen Rechnungen ausweisen muss, um somit einen Preisvorteil gegenüber seiner umsatzpflichtigen Konkurrenz zu haben, wendet er die Kleinunternehmerregelung des §19 UStG an. Zwei Jahre später bekommt Hans Müller die Möglichkeit, das Architekturbüro seines Chefs als Nachfolger zu übernehmen. Das Architekturbüro hat einen Umsatz von 500.000 €/Jahr. Somit würde der umsatzsteuerpflichtige Unternehmer Müller die Umsätze der Kleinunternehmerregelung deutlich übersteigen und auch auf den Rechnungen für die Vermietung der Ferienwohnung Umsatzsteuer ausweisen müssen. Folgende Möglichkeit [...]

Von |28. März 2019|STEUERGESTALTUNG|