Neues

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Häusliches Arbeitszimmer für das Betreiben einer Photovoltaikanlage

KREATIVES EHEPAAR VERSUCHT VERGEBENS IHRE STEUERLAST ZU MINDERN Ein zusammenveranlagtes Ehepaar wies im Streitjahr 2010 neben Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit noch Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb einer Photovoltaikanlage auf. Es wurde ein Verlust für die Photovoltaikanlage i. H. v. 1.795,69 € ermittelt; davon resultierten 1.700,51 € als Aufwand für ein häusliches Arbeitszimmer, das angeblich ca. 8 Stunden im Monat für die Verwaltung der Photovoltaikanlage genutzt wurde. Das zuständige Finanzamt wies diese Aufwendungen mit der Begründung, dass ein eigenes Arbeitszimmer nicht zum Betrieb einer Photovoltaikanlage dieser Größenordnung notwendig sei, ab. Daraufhin reichte das Ehepaar Einspruch ein, die Begründung: Es handle sich um ein abgeschlossenes Zimmer mit entsprechender Ausstattung und es werde ausschließlich zur Verwaltung der Anlage verwendet; der Einspruch wurde als unbegründet zurückgewiesen.  Generell gilt: Gemischt genutzte Räume, die in den Wohnbereich des Steuerpflichtigen eingebunden sind und die der Einkünfteerzielung sowie einer mehr als nur untergeordneten privaten Nutzung dienen, sind in Gänze gemäß § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6 Buchst. B EStG nicht abzugsfähig. Da in diesem konkreten Fall die betriebliche Nutzung insgesamt sehr gering ist, ist bereits eine noch so gering erscheinende Privatnutzung des Arbeitszimmers schädlich für den Betriebsausgabenabzug. Das Gericht schenkt einem monatlichen Arbeitsaufkommen von acht Stunden keinen [...]

Von |13. Juni 2019|STEUERGESTALTUNG|

Vorsicht bei Verkauf Immobilie mit Arbeitszimmer

STEUERPFLICHT VERMEIDEN BEI DEM VERKAUF EINES GEBÄUDES MIT EINEM GEWERBLICHEN ARBEITSZIMMER Aufgrund steigender Immobilienpreise ist eine Veräußerung des Eigenheims aktuell so attraktiv wie nie. Hierbei könnte sich jedoch eine Steuerfalle im Rahmen der Veräußerung eines Gebäudes mit einem gewerblich genutzten Arbeitszimmer für den Veräußerer ergeben. Bei einem Selbstständigen kann aufgrund der folgenden Kriterien eine Zuordnung zum (Sonder-) Betriebsvermögen seitens des Finanzamtes erfolgen, sodass eine Veräußerung zu steuerpflichtigem Gewinn aus dem Unternehmen führen kann, unabhängig von der 10-Jahres-Frist für private Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 EStG, welche zu einer zusätzlichen Besteuerung führen kann. Die Prüfung bezüglich der Zuordnung zum (Sonder-) Betriebsvermögen erfolgt auf der Basis, ob es sich um eigenbetriebliche Grundstücke von untergeordnetem Wert i. S. d. § 8 EStDV handelt. Grundstücke, die nicht als Grundstücke von untergeordnetem Wert eingestuft werden, gehören zwangsläufig zum (Sonder-) Betriebsvermögen. Damit Grundstücke einen untergeordneten Wert aufweisen, dürfen diese Grundstücksteile nicht mehr als 20% des gemeinen Gesamtwerts des Grundstücks und nicht mehr als 20.500 € betragen.

Von |18. April 2019|STEUERGESTALTUNG|